Hier ist ein Beispiel dafür, wie die vier Fragen auf die Aussage: „Paul sollte mich verstehen” angewendet werden könnten.
1. Ist das wahr? Ist es wahr, dass er Sie verstehen sollte? Werden Sie ganz still. Warten Sie auf die Antwort aus Ihrem Herzen.
2. Können Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? Können Sie letztendlich wirklich wissen, was er verstehen oder nicht verstehen sollte? Können Sie absolut sicher wissen, was für ihn am besten ist?
3. Wie reagieren Sie, wenn Sie diesen Gedanken denken? Was passiert, wenn Sie denken: „Paul sollte mich verstehen“, und er tut es nicht? Empfinden Sie Wut, Stress, Frustration? Werfen Sie ihm 'diesen Blick' zu? Versuchen Sie in irgendeiner Form, ihn zu ändern? Wie fühlen sich diese Reaktionen an? Bringt dieser Gedanke Stress oder Frieden in Ihr Leben? Lauschen Sie in Stille nach innen.
4. Wer wären Sie ohne diesen Gedanken? Schließen Sie die Augen. Sehen Sie sich in der Gegenwart der Person, die Sie verstehen sollte. Nun stellen Sie sich vor, dass Sie diesen Menschen, für nur einen Moment, ohne den Gedanken: „Ich will, dass er mich versteht“ anschauen. Was sehen Sie? Wie würde Ihr Leben ohne diesen Gedanken aussehen?
Die Umkehrung
Kehren Sie nun Ihre Aussage um. Die Umkehrungen sind eine Gelegenheit, das Gegenteil von dem, was Sie für wahr halten, in Betracht zu ziehen. Es mag sein, dass Sie mehrere Umkehrungen finden.
Zum Beispiel: „Paul sollte mich verstehen” wird umgekehrt zu:
• Paul sollte mich nicht verstehen. (Entspricht das nicht manchmal der Realität?)
• Ich sollte mich verstehen. (Es ist meine Aufgabe nicht seine.)
• Ich sollte Paul verstehen. (Kann ich verstehen, dass er mich nicht versteht?)
Erlauben Sie sich, die Umkehrungen wirklich zu spüren. Fragen Sie sich jedes Mal: „Ist das genauso wahr oder wahrer?” Es geht hier nicht darum, sich selbst zu bezichtigen oder sich schuldig zu fühlen. Es geht darum, Alternativen zu entdecken, die Ihnen Frieden bringen können.
|